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Die Erläuterung der edlen Âyah 40 aus der Sûrah an-Nâzi^ât

Der Aufenthalt auf dieser Welt ist vorübergehend und nicht unendlich. Das Handeln auf dieser Welt wird im Jenseits belohnt. Wohl demjenigen, der die guten Taten ausführt, rechtschaffen ist und in diesem Zustand stirbt. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah an-Nâzi^ât, Âyah 40:

﴿وَأَمَّا مَن خَافَ مَقَامَ رَبِّهِۦ وَنَهَى ٱلنَّفسَ عَنِ ٱلهَوَىٰ ٤٠

Die Bedeutung lautet: Derjenige, der Angst vor der Abrechnung hat – und sich darauf vorbereitet, indem er die Sünden unterlässt und die Pflichten verrichtet – und sich von dem, was nicht der Religion entspricht, fern hält, dieser wird das Paradies bewohnen.

Allâh, der Erhabene, ist allwissend über alle Handlungen Seiner Diener, das betrifft sowohl das Sichtbare an ihnen als auch das, was nicht sichtbar ist. Die Person, die den Gesandten Gottes ﷺ befolgt und gemäß seiner Lehren und Ratschläge handelt, wird zu jenen gehören, die belohnt werden. Jene Person ist die Person, die Angst vor der Abrechnung hat, d. h. sie hat Angst vor der Abrechnung und bereitet sich auf das vor, was nach dem Tod kommt. Im Gegenteil zu denjenigen, die die Blamage auf der Welt fürchten, sich aber nicht auf das vorbereiten, was nach dem Tod kommt – diese bereiten sich nicht auf die Abrechnung vor.

Derjenige, der Angst vor der Abrechnung hat, d. h. derjenige, der Angst vor der Abrechnung am Tag des Jüngsten Gerichts hat und sich darauf vorbereitet, indem er die Sünden unterlässt und die Pflichten verrichtet, die Allâh ihm auferlegt hat. Und sich von dem, was nicht der Religion entspricht, fern hält, d. h. sich bezwingt, um von dem fernzubleiben, was nicht der Religion entspricht, wozu seine Triebe ihn bewegen, wie z. B. der Trieb zur Überheblichkeit anderen gegenüber. Ein Beispiel hierfür ist, dass jemand das Vermögen seiner jüngeren Brüder zu Unrecht konsumiert mit der Behauptung, nach dem Tod ihres Vaters für ihr Wohlergehen sorgen zu wollen. So auch der Ehepartner, der dem anderen Ehepartner Unrecht zufügt, aus Neigung dazu, sich besser als andere zu sehen, und so sind auch einige Handelspartner. Zu den Trieben gehören sowohl Neigungen, die zu etwas Sichtbarem sind als auch Neigungen zu etwas, was nicht sichtbar ist. Einige Menschen beginnen zusammen eine Handelspartnerschaft, die auf gegenseitigem Einverständnis und scheinbar auf Liebe basiert, doch dann kommt es zu Hass und Neid und führt sogar zu Streit zwischen ihnen. Die Liebe zum Vermögen, zur Welt und zur Herrschaft hat viele Menschen ins Verderben geführt. …

Der Glaube an Allâh und an Seinen Gesandten ist die beste Tat

Sodann, Diener Gottes, Allâh, der Erhabene, sagt in der Sûrah at-Tawbah, Âyah 119:

﴿يَٰأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ ٱتَّقُواْ ٱللَّهَ وَكُونُواْ مَعَ ٱلصَّٰدِقِينَ ١١٩

Die Bedeutung lautet: O Ihr Gläubigen, seid von den Rechtschaffenen und den Wahrhaftigen.

So fordere ich euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen. Verrichtet die Pflichten, unterlasst die Sünden und wisset, Brüder im Islam, dass die Basis der Rechtschaffenheit die richtige Kenntnis über Allâh und Seinen Gesandten und der Glaube an Allâh und Seinen Gesandten ist. Dieses ist die erste aller Pflichten, die Basis sowie die wichtigste und beste aller Pflichten. Imâm al-Bukhâriyy überlieferte über Abû Hurayrah, dass der Gesandte Gottes ﷺ gefragt wurde, welche Tat die beste sei. Er antwortete darauf:

إِيمَانٌ بِاللَّهِ وَرَسُولِهِ اهـ

Die Bedeutung lautet: Der Glaube an Allâh und an Seinen Gesandten.

Somit ist die allgemein beste Tat der Glaube an Allâh und an Seinen Gesandten. Dies ist die Basis und alle anderen Pflichten haben ohne den richtigen Glauben keine Gültigkeit.

Der Glaube an Allâh bedeutet: Die zweifellose Überzeugung von Seiner Existenz. Allâh existiert und ähnelt nichts und niemandem. Er ist kein Körper und ähnelt nicht den Körpern. Ebenso hat Er kein Volumen und ähnelt nicht den Volumina. Er ist weder ein fester Körper – wie der Mensch, der Stein oder der Baum – noch ein leichtstofflicher Körper – wie die Luft, die Djinn oder die Engel. Allâh, der Erhabene, ähnelt nicht den Menschen und auch nicht den anderen Geschöpfen. Er ähnelt nicht der Luft, der Seele, dem Licht, den Engeln oder den Djinn. Allâh, der Erhabene, existiert und ähnelt keinem Geschöpf, so wie aus der Sûrah asch-Schûrâ, Âyah 11 hervorgeht:

﴿لَيسَ كَمِثلِهِۦ شَيء وَهُوَ ٱلسَّمِيعُ ٱلبَصِيرُ ١١﴾

Die Bedeutung lautet: Allâh ähnelt nichts und niemandem. Und Er ist der Allhörende und der Allsehende. ….

Der Zehnte des Monats Muharram

Allâhu Ta^âlâ sagt im edlen Qur´ân in der Sûrah al-^Ankabût, Âyâh 14:

﴿وَلَقَد أَرسَلنَا نُوحًا إِلَىٰ قَومِهِۦ فَلَبِثَ فِيهِم أَلفَ سَنَةٍ إِلَّا خَمسِينَ عَاما فَأَخَذَهُمُ ٱلطُّوفَانُ وَهُم ظَٰلِمُونَ ١٤﴾

Die Bedeutung lautet: Und wahrlich, Allâh sandte h (zu Dt. Noah) zu seinem Volk, der unter ihnen 950 Jahre lang weilte und sie zur Anbetung Gottes aufrief. Dann ereilte sie die Sintflut und die Ungerechten ertranken.

Und Allâhu Ta^âlâ sagt im edlen Qur´ân in der Sûrah asch-Schu^arâ‘, Âyah 63:

﴿فَأَوحَينَا إِلَىٰ مُوسَىٰ أَنِ ٱضرِب بِّعَصَاكَ ٱلبَحرَ فَٱنفَلَقَ فَكَانَ كُلُّ فِرق كَٱلطَّودِ ٱلعَظِيمِ ٦٣﴾

Die Bedeutung lautet: Allâh offenbarte Mûsâ: „Schlage mit deinem Stock auf das Meer.“ Daraufhin teilte es sich und jeder Teil der Wassermassen erhob sich wie ein gewaltiger Berg.

Liebe Brüder im Islam! Es bleiben nur wenige Tage bis zum Zehnten des Monats Muharram (^Âschûrâ‘). Wir gedenken dem Tag, an dem Allâh den Propheten h, ^Alayhi s-Salâm, und seine Anhänger vor der Sintflut rettete und sie unversehrt das Schiff verlassen ließ. Wir gedenken dem Tag, an dem Allâh den Propheten Mûsâ, ^Alayhi s-Salâm, und seine Anhänger vor dem ungerechten Tyrann – dem Pharao – rettete.

Der Prophet Muhammad ﷺ kam an einigen Menschen vorbei, die diesen Tag – den zehnten des Monats Muharram (^Âschûrâ‘) – fasteten, woraufhin sie zu ihm sagten: „Das ist der Tag, an dem Allâh den Propheten Mûsâ und die Nachkommen des Propheten Ya^qûb vor dem Ertrinken rettete und den Pharao ertrinken ließ. Das ist der Tag, an dem Allâh das Schiff des Propheten h auf dem Berg al-Djûdiyy aufsetzen ließ. Aus diesem Grund hatten h und Mûsâ diesen Tag aus Dankbarkeit Gott gegenüber gefastet.“ …

Der IVWP feiert den Beginn des neuen Jahres n. H.

Die zahlreichen Gäste, die im Maschari Center, in der Omar Ibn al-Khattab Moschee, an der Feier des Islamischen Vereins für wohltätige Projekte teilnahmen, waren hoch erfreut. Muslimische Frauen und Männer unterschiedlicher Altersgruppen und Gesellschaftsschichten feierten mit dem IVWP gemeinsam den Beginn des neuen Jahres – 1441 nach der Auswanderung des Propheten Muhammad.

Das Programm beinhaltete eine herzerweichende Rezitation des Qur´ân, Lobgesang und wertvolle Reden zum Anlass.

Zum Schluss der Feier gratulierten die Muslime einander und richteten ihre Gratulation an die Leitung des Maschari Centers, insbesondere an den Vorsitzenden des IVWP, Herrn Hassan Fakhro, möge Allâh ihn schützen, der in seiner Rede die Lehren, die aus der Geschichte der Auswanderung des Propheten hervorgehen, hervorhob, zum friedlichen Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen ermahnte und abschließend den Pilgern, für ihre Verrichtung dieser besonderen Pflicht gratulierte.

Anschließend wurden die Gäste beköstigt und mit einem „möge es Ihnen jedes Jahr gut ergehen“ verabschiedet.