Der Fünfzehnte des Monats Scha^bân

Brüder im Islam, in den erwähnten beiden Âyât wird dazu aufgerufen, Gutes zu verrichten und davor gewarnt, Schlechtes zu begehen. Es ist empfohlen, dass wir im Monat Scha^bân, in welchem wir uns gerade befinden, das Verrichten der guten Taten vermehren und die Gehorsamkeit Gott gegenüber verstärken.

Ibn Hibbân und Ibn Mâdjah überlieferten, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

إِذَا كَانَتْ لَيْلَةُ النِّصْفِ مِنْ شَعْبَانَ فَقُومُوا لَيْلَهَا وَصُومُوا نَهَارَهَا اﻫ

Die Bedeutung lautet: Wenn die 15. Nacht von Scha^bân eintritt, dann verbringt sie mit Gebeten und fastet den darauffolgenden Tag.“

Des Weiteren sagte der Prophet Muhammad ﷺ:

فإنَّ اللهَ تعالى يقولُ أَلَا مِنْ مُسْتَغْفِرٍ فَأَغْفِرَ لَهُ أَلَا مِنْ مُسْتَرْزِقٍ فَأَرْزُقَهُ أَلا مُبْتَلًى فَأُعَافِيَهُ أَلَا كَذَا أَلَا كَذَا حتّى يَطْلُعَ الفَجْرُ اﻫ

Die Bedeutung lautet: Allâhu Ta^âlâ sagt: Wer um Vergebung bittet, dem vergebe Ich; wer um Versorgung bittet, dem beschere Ich Versorgung; wer geplagt ist, den entlaste Ich; usw., usw. bis zum Aufkommen der Morgendämmerung.

Verehrte Brüder, die Nacht zum 15. des Monats Scha^bân ist eine gesegnete Nacht, die an das Herannahen des Monats Ramadân erinnert, in dem der edle Qur’ân herabgesandt wurde. Der Gesandte Gottes ﷺ legte uns nahe, diese Nacht mit Gebeten, dem Sprechen von Bittgebeten sowie dem Bitten um Vergebung zu verbringen und den darauffolgenden Tag, den 15. des Monats Scha^bân, zu fasten. In der Âyah 17 aus der Sûrah ´Âl ^Imrân lobt Allâh diejenigen, die im Morgengrauen um Vergebung bitten. Imâm Muslim überlieferte, dass der Gesandte Gottes Muhammad ﷺ sagte:

أَفْضَلُ الصلاةِ بعدَ الفَرِيضَةِ صَلاةُ الليل

Die Bedeutung lautet: „Das beste Gebet nach den Pflichtgebeten ist das empfohlene Gebet in der Nacht.“

Es ist empfohlen, dass wir diese Nacht verstärkt für das Verrichten von guten Taten nutzen und in ihr Allâh darum bitten, uns unsere Sünden zu vergeben. …

Die Erläuterung der Âyah 2 und 3 der Sûrah at-Talâq

Brüder im Islam, Imâm Ahmad überlieferte in seinem Werk “al-Musnad” und al-Hâkim überlieferte in seinem Werk “al-Mustadrak” über Abû Dharr, dass er sagte: Der Gesandte Gottes rezitierte vor mir die Âyah ﴿وَمَن يَتَّقِ ٱللَّهَ يَجۡعَل لَّهُۥ مَخۡرَجٗا bis er die Âyah beendete und daraufhin sagte:

“يَا أَبَا ذَرٍّ لَوْ أَنَّ النَّاسَ كُلَّهُمْ أَخَذُوا بِهَا لَكَفَتْهُم”

Die Bedeutung lautet: O Abû Dharr, wenn alle Menschen nach dieser Âyah handeln würden, dann würde sie ihnen genügen, um ihre Ziele auf der Welt und im Jenseits zu erreichen.

Darauf rezitierte der Gesandte diese Âyah erneut und wiederholte sie.

Die Gottesfurcht bedeutet, alle Pflichten zu verrichten und alle Sünden zu unterlassen. Der Gefährte Ibn ^Abbâs sagte: Wer gottesfürchtig ist, den rettet Allâh auf der Welt und im Jenseits.

Die Gottesfurcht ist somit ein Grund für die Überwindung von Kummer auf der Welt und im Jenseits und ein Grund für die Versorgung und das Erreichen eines höheren Ranges. Die Sünden aber sind ein Grund für Verwehrungen auf der Welt und im Jenseits, denn der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

“إِنَّ الرَّجُلَ لَيُحْرَمُ الرِّزْقَ بِالذَّنْبِ يُصِيبُهُ”

Die Bedeutung lautet: Demjenigen, der Sünden begeht, wird das Bestreiten des Lebensunterhalts erschwert.

Der Islamische Verein für wohltätige Projekte verurteilt die beiden in Neuseeland verübten Anschläge, ermahnt zur Besonnenheit und warnt vor unüberlegtem Handeln

Die Nachricht über die beiden Terroranschläge hat die Muslime Neuseelands sowie der ganzen Welt tief erschüttert, dabei wurden in zwei Moscheen der Stadt Christchurch friedliche, betende Muslime durch einen radikalextremistischen Akt ermordet.
Die Welt hat eine derart kritische Lage erreicht, dass es unabdingbar geworden ist, die Hetze gegen den Islam sowie gegen die islamischen und arabischen Gemeinden zu unterbinden. Des Weiteren ist es unbedingt notwendig, den Unterschied zwischen der Allgemeinheit der Muslime und einer terroristischen, radikalextremistischen Minderheit, die den Islam als Deckmantel benutzt, zu verdeutlichen.
Solche Anschläge fruchten nicht als Frieden, sondern sind eine große Gefahr für die Sicherheit der verschiedenen Länder und entsprechen den Wünschen terroristischer Gruppen, die fälschlicherweise im Namen des Islam aktiv sind und die Reihe ihrer Anschläge in den Ländern der Muslime und Araber begonnen und später woanders fortgesetzt haben. …

Die Erhabenheit Gottes über den Ort

Verehrte Brüder, diese geehrte Âyah deutet daraufhin, dass das Befolgen der Übereinstimmung der islamischen Gelehrten zur Rettung am Tag des Jüngsten Gerichts führt und dass demjenigen, der sich davon abwendet, die Strafe in der Hölle droht.

Zu den Grundlagen der islamischen Glaubenslehre, die mittels des Qur’ân, dem Hadîth, der logischen Beweise und der Übereinstimmung der islamischen Gelehrten als definitiv erwiesen gelten, gehört die Erhabenheit Gottes sowohl über das Einnehmen eines einzigen Ortes als auch über das Ausbreiten auf mehrere Orte.

Allâh, der Erhabene, ist der Schöpfer des Ortes. Er existierte vor dem Erschaffen aller Orte und ist zu keiner Zeit auf den Ort angewiesen. Allâh hat die Orte erschaffen und existiert unverändert ohne Ort. Allâhu Ta^âlâ verändert Seine Geschöpfe, aber Er Selbst verändert Sich nicht und das ist den Gelehrten und Nichtgelehrten der Muslime bekannt. Würde Er Sich verändern, bräuchte Er jemanden, der Ihn verändern würde. Derjenige, der auf jemanden angewiesen ist, ist nicht Gott.

Brüder im Islam, der Ort ist der Raum, den ein Körper einnimmt. Mit anderen Worten: Der Ort ist der Platz, den ein Volumen einnimmt. Wenn Allâh an einem Ort wäre, wäre Er ein Körper, Er hätte Länge, Breite und Tiefe, wie die Sonne ein Körper ist, mit Länge, Breite, Tiefe, Volumen und Gestalt. Derjenige, der mit diesen Eigenschaften beschrieben ist, ist zweifelsfrei ein Geschöpf, das Denjenigen braucht, Der für dieses jene Länge, Breite und Tiefe bestimmt hat. Demjenigen, der jemanden braucht, steht die Anbetung nicht zu. So ist es verstandesgemäß notwendig, dass Allâh ohne Ort existiert. Dies ist der logische Beweis. …