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Der Talqîn der Verstorbenen

Sodann Brüder im Islam, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit. Seid rechtschaffen und gottesfürchtig. Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿إِنَّكَ مَيِّت وَإِنَّهُم مَّيِّتُونَ ٣٠﴾[1]

Die Bedeutung lautet: Du (Muhammad) wirst sterben und auch sie werden sterben.

Al-Hâkim überlieferte in „al-Mustadrak“, dass der Engel Djibrîl zum Propheten ﷺ kam und zu ihm sagte: Wie lange du auch leben magst, so wirst du sterben und wen auch immer du lieben magst, du wirst dich von ihm verabschieden. Allâhu Ta^âlâ erschuf uns nicht, damit wir unendlich auf der Welt leben und auch nicht, damit wir uns dem Essen, dem Trinken und den weltlichen Begehrenswertigkeiten hingeben, sondern um uns zu befehlen Ihn anzubeten. Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿وَمَا خَلَقۡتُ ٱلۡجِنَّ وَٱلۡإِنسَ إِلَّا لِيَعۡبُدُونِ ٥٦﴾[2]

Die Bedeutung lautet: Allâh hat die Djinn und die Menschen erschaffen, um ihnen zu befehlen, Ihn anzubeten.

Das Entziehen der Seele und die Befragung durch die beiden Engel Munkar und Nakîr

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah ´Âl ^Imrân, Âyah 185:

﴿كُلُّ نَفْسٍ ذَآئِقَةُ الْمَوْتِ وَإِنَّمَا تُوَفَّوْنَ أُجُورَكُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ فَمَن زُحْزِحَ عَنِ النَّارِ وَأُدْخِلَ الْجَنَّةَ فَقَدْ فَازَ وَما الْحَيَاةُ الدُّنْيَا إِلاَّ مَتَاعُ الْغُرُورِ﴾

Die Bedeutung lautet: Jedes lebendige Geschöpf wird sterben und ihr werdet am Tag des Jüngsten Gerichts euren Lohn vollständig bekommen. Derjenige, der dann von der Hölle ferngehalten und in das Paradies eingelassen wird, wird ein Gewinner sein. Das Weltliche ist nur trügerischer Genuss.

Brüder im Islam! Denkt an die Versammlung und an den Tag des Jüngsten Gerichts….

Gelobt ist das erlaubte Vermögen für den rechtschaffenen Muslim

Allâh, der Erhabene, sagt in der Sûrah Âli ^Imrân, Âyah 14:

﴿زُيِّنَ لِلنَّاسِ حُبُّ الشَّهَوَاتِ مِنَ النِّسَاءِ وَالْبَنِينَ وَالْقَنَاطِيرِ الْمُقَنْطَرَةِ مِنَ الذَّهَبِ وَالْفِضَّةِ وَالْخَيْلِ الْمُسَوَّمَةِ وَالْأَنْعَامِ وَالْحَرْثِ ذَلِكَ مَتَاعُ الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَاللَّهُ عِنْدَهُ حُسْنُ الْمَآبِ﴾

Diener Gottes, seid gottesfürchtig und lasst euch nicht durch diese Welt, ihre Gelüste und ihr Vermögen von den guten Taten ablenken. Die Belohnung im Jenseits ist gewiss besser als die Welt. Imâm Muslim überlieferte, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

إنَّ هذَا المالَ خَضِرَةٌ حُلْوَةٌ فَمَنْ أَخَذَهُ بِحَقِّهِ وَوَضَعَهُ في حَقِّهِ فَنِعْمَ المَعُونَةُ هُوَ وَمَنْ أَخَذَهُ بغيرِ حَقِّهِ كانَ كالذِي يَأْكُلُ وَلا يَشْبَعُ اهـ

Der Prophet ﷺ verglich das Vermögen aufgrund der Zuneigung vieler Menschen zum Vermögen und deren Habgier nach dem Vermögen mit reifen, süßen und leckeren Früchten, wozu an-Nafs neigt. Somit hat derjenige Nutzen für sich und seine Familie, der das Vermögen aus erlaubter Quelle erwirbt und es für Erlaubtes ausgibt. Er gibt es mit einer guten Absicht aus, um sich selbst zu schützen oder nutzt es für seine Ehefrau, seine Kinder, seine Eltern oder seine Verwandten. So ist dies eine großartige Gabe, die Allâh Seinem gläubigen Diener beschert. Das Vermögen, welches aus erlaubter Quelle erlangt wurde und für Gutes ausgegeben wurde, stellt einen Schutz für sein Jenseits dar, denn es wird Grund für Belohnung sein, welche ihm im Jenseits zukommen wird. Von diesem Vermögen trägt er sowohl auf der Welt als auch im Jenseits Nutzen. Wer sich jedoch zu Unrecht, d. h. aus verbotener Quelle, Vermögen aneignet, dieser findet keinen Segen darin. Er wird mit jenem verglichen, der isst, aber nicht satt wird. Auch wenn es viel Vermögen sein sollte, er findet keinen Segen darin und auf ihm lastet das Übel dessen am Tag des Jüngsten Gerichts….

Das Übel der Zunge

Bruder im Islam, dein Vermögen ist eine Gabe Gottes, so gebe es nicht für das aus, was Allâh nicht erlaubt hat. Und dein Körper ist eine Gabe Gottes, so benutze ihn nicht zum Sündigen Gott gegenüber. Deine Hand ist eine Gabe Gottes, so benutze sie nur für die Taten, die Allâh erlaubt hat. Dein Fuß ist eine Gabe Gottes, so führe damit keine Schritte aus, für die du die Strafe Gottes verdienen würdest. Dein Auge ist eine Gabe Gottes, so schaue damit nicht auf etwas, worauf Allâh verboten hat zu schauen. Dein Ohr ist eine Gabe Gottes, so höre damit nicht etwas an, was Allâh verboten hat anzuhören. Deine Zunge ist auch eine Gabe Gottes, so benutze sie nicht für das, was Allâh verboten hat zu sagen.

Bruder im Islam, sei gottesfürchtig und rechtschaffen und sündige nicht mit den Gaben, die Allâh dir bescherte, denn wenn du sündigst, dann bist du ungerecht und Allâh liebt die Ungerechten nicht, die zu sich selbst ungerecht sind, indem sie Gott gegenüber sündigen.

Brüder im Islam, eine besondere Gabe, die Allâh dem Menschen gab und sie im edlen Qur´ân als besondere Gabe bestätigt, ist die Zunge. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-Balad, Âyah 8 und 9:

﴿أَلَمْ نَجْعَلْ لَهُ عَيْنَيْنِ (8) وَلِسَانًا وَشَفَتَيْنِ (9)﴾

Die Bedeutung lautet: Allâh gab dem Menschen zwei Augen, eine Zunge und zwei Lippen.