Der Nachbar

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah an-Nisâ´, Âyah 36:

﴿وَٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ وَلَا تُشۡرِكُواْ بِهِۦ شَيۡ‍ٔاۖ وَبِٱلۡوَٰلِدَيۡنِ إِحۡسَٰنا وَبِذِي ٱلۡقُرۡبَىٰ وَٱلۡيَتَٰمَىٰ وَٱلۡمَسَٰكِينِ وَٱلۡجَارِ ذِي ٱلۡقُرۡبَىٰ وَٱلۡجَارِ ٱلۡجُنُبِ﴾

Die Bedeutung lautet: Und betet Allâh an, gesellt Ihm keinen Teilhaber bei und behandelt die Eltern gut, und auch die Verwandten, die Waisenkinder, die Bedürftigen, den Nachbarn, der nah ist und den Nachbarn, der fern ist.

Brüder im Islam, in dieser Âyah befahl Allâh Seinen Dienern, einzig und allein Ihn anzubeten und Ihm keinen Teilhaber beizugesellen. In dieser Âyah steckt auch der Befehl zum guten Behandeln der Eltern und Verwandten, zum guten Umgang mit den Waisenkindern und zur Unterstützung der Bedürftigen und der Reisenden, die zur Weiterreise nichts mehr zur Verfügung haben.

In dieser Âyah wird auch zum guten Behandeln des Nachbarn aufgefordert. Ein Teil der oben erwähnten Âyah bedeutet: „Den Nachbarn, der nah ist und den Nachbarn, der fern ist“, d. h. der Nachbar, der nah von dir ist und der Nachbar, der fern von deinem Haus ist; oder der Nachbar, der mit dir verwandt ist und der Nachbar, der fremd ist. …

Die Erhabenheit Gottes über den Körper und alle Eigenschaften der Geschöpfe

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen, sowie zur Standhaftigkeit im Glauben der Propheten und im Befolgen des Weges des Propheten Muhammad ﷺ, der Gottes bestes Geschöpf und unser Vorbild ist. Der Imâm Ahmad überlieferte in seinem Buch „Musnad Ahmad“, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

وَاللهِ إِنِّي لأَعْلَمُكُمْ بِاللهِ عَزَّ وَجَلَّ وَأَخْشاكُمْ لَهُ

Die Bedeutung lautet: Bei Allâh, ich bin unter euch der Wissendste über Allâh und der Gottesfürchtigste.

Der Prophet lobte sich darin deshalb, weil er der Wissendste in dieser Lehre ist, d. h. in der Kenntnis über Allâh und Dessen Eigenschaften, da sie das beste, höchste, pflichtigste und vorrangigste Wissen darstellt. Darauf deutet die Âyah 19 der Sûrah Muhammad hin, in der Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿فَٱعۡلَمۡ أَنَّهُۥ لَآ إِلَٰهَ إِلَّا ٱللَّهُ وَٱسۡتَغۡفِرۡ لِذَنۢبِكَ وَلِلۡمُؤۡمِنِينَ وَٱلۡمُؤۡمِنَٰتِۗ وَٱللَّهُ يَعۡلَمُ مُتَقَلَّبَكُمۡ وَمَثۡوَىٰكُمۡ ١٩﴾

Die Bedeutung lautet: Wisse, dass es keinen Gott außer Allâh gibt und bitte um Vergebung für dich und für die männlichen und weiblichen Gläubigen; gewiss, Allâh ist wissend über euch.

Die üblen Folgen des Selbstmordes

Allâh, der Erhabene, hat uns wissen lassen, dass Er Seine Diener von verschiedenen Plagen heimsuchen lassen wird. Zu diesen Plagen gehören Angst, Unsicherheit, Hunger aufgrund von Nahrungsknappheit oder Armut, Verringerung von Vermögen und Verlust eines nahestehenden oder geliebten Menschen, d. h. sein Verlust durch den Tod oder anders. Dazu gehören auch Ernteausfälle, aufgrund von ausbleibendem Regen oder Schädlingen, die die Felder befallen. Allâh befahl Seinem Propheten, den Geplagten, die standhaft bleiben, die frohe Botschaft zu verkünden, dass Allâh sie für ihre Geduld besonders belohnen wird.

Der intelligente Muslim hält sich dieses vor Augen und vergisst nicht, dass die Welt ein Ort der Plagen ist und dass Allâh uns befiehlt, geduldig zu sein und dass die Standhaften die frohe Botschaft erhalten haben, eine besondere Belohnung für ihre Standhaftigkeit zu erlangen. Die Welt ist kein Ort des unendlichen Lebens, sondern ein Ort des zeitweiligen Lebens, das sowohl von Glück als auch von Kummer geprägt ist.

Bruder im Islam, betrachte die Biographien der Rechtschaffenen – seien sie Gefährten des Propheten ﷺ oder Muslime nachfolgender Generationen – und bedenke ihre Standhaftigkeit im Ertragen der Plagen, damit du dich in deiner Stärke, Standhaftigkeit, Geduld, Würde und Ehre steigern kannst. …

Die großen Anzeichen für den Tag des Jüngsten Gerichts

Brüder im Islam, wisst, dass der Tag des Jüngsten Gerichts erst dann anbrechen wird, wenn bestimmte Anzeichen geschehen sind. Wie aus einem Hadîth zu entnehmen ist, sind diese Anzeichen zehn, die als „die großen Anzeichen für den Tag des Jüngsten Gerichts“ bezeichnet werden. Diese sind: Das Freikommen des Dadjdjâl, das Herabkommen des Masîh ^Îsâ (zu Dt. Jesus), Sohn von Maryam, das Freikommen der beiden Völker namens Ya‘djûdj und Ma’djûdj (zu Dt. Gok und Magok), das Aufgehen der Sonne im Westen, das Erscheinen der Dâbbatu l-‘Ard, die Ausbreitung eines bestimmten Rauches, drei Erdspaltungen und das Ausbrechen eines Feuers in einer Ortschaft im Jemen namens ^Adan.