Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Derjenige, Der keine Gestalt, keine Form und keine Glieder hat. Derjenige, Der kein Körper ist und keine Maße hat. Derjenige, Der ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. As-Salâtu was-Salâmu für dich, o Gesandter von Allâh, und für alle anderen Propheten.
Verehrte Brüder, Allâhu Ta^âlâ sagt im edlen Qur’ân:
﴿وَمَن يُطِعِ ٱللَّهَ وَٱلرَّسُولَ فَأُوْلَٰٓئِكَ مَعَ ٱلَّذِينَ أَنۡعَمَ ٱللَّهُ عَلَيۡهِم مِّنَ ٱلنَّبِيِّۧنَ وَٱلصِّدِّيقِينَ وَٱلشُّهَدَآءِ وَٱلصَّٰلِحِينَۚ وَحَسُنَ أُوْلَٰٓئِكَ رَفِيقا ٦٩﴾
Die Bedeutung lautet: Diejenigen, die Gott und Seinen Gesandten gegenüber gehorsam sind, werden am Tag des Jüngsten Gerichts mit den Propheten, den Wahrhaftigen und Rechtschaffenen sein.
Wohl den rechtschaffenen Dienern Gottes, des Erhabenen, und denjenigen, die ihren Weg befolgen. Wohl denjenigen, auf die die folgende Âyah zutrifft:
﴿أَلَآ إِنَّ أَوۡلِيَآءَ ٱللَّهِ لَا خَوۡفٌ عَلَيۡهِمۡ وَلَا هُمۡ يَحۡزَنُونَ ٦٢ ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَكَانُواْ يَتَّقُونَ ٦٣ لَهُمُ ٱلۡبُشۡرَىٰ فِي ٱلۡحَيَوٰةِ ٱلدُّنۡيَا وَفِي ٱلۡأٓخِرَةِۚ ﴾
Die Bedeutung lautet: Wahrlich, für die Heiligen gibt es keine Bestrafung auf der Welt, im Grab und auch nicht im Jenseits. Sie verspüren keine Trauer im Grab und auch nicht im Jenseits. Sie erhalten noch auf der Welt die frohe Botschaft für die Belohnung, die sie im Jenseits erhalten werden.
Wohl denjenigen, auf die der folgende Hadîth-Qudsiyy, der von al-Bukhâriyy und Muslim überliefert wird, zutrifft:
أعددتُ لعبادِيَ الصالحينَ ما لا عينٌ رأت ولا أذنٌ سمعت ولا خطرَ على قلبِ بشرٍ
Die Bedeutung lautet: Allâh hat für die Rechtschaffenen etwas vorbereitet, was kein Auge gesehen hat, von dem kein Ohr gehört hat und von dem man sich keine Vorstellung machen kann.
Wohl denjenigen, die Âdam, Mûsâ und ^Îsâ folgten. Wohl denjenigen, die Dâwûd, Sulaymân, Ayyûb und Yûnus folgten. Wohl denjenigen, die Muhammad (auf vollkommende Weise befolgen. Welch eine Ehre, die dem Diener Gottes zukommt, der sich auf dem wahren Glauben befindet! Der Diener erreicht einen hohen Rang durch den richtigen Glauben und das Verrichten der guten Taten. Die Stufe in ^Illiyyûn erreicht er nicht durch ein schönes Äußeres. Wohl denen, die sich auf das, was nach dem Tod kommt, vorbereiten und die Belohnung von Gott anstreben. Wohl denen, die den Menschen nutzen und nicht schaden. Wohl denen, die sich auf dem Weg der Propheten und der Rechtschaffenen befinden, und somit mit ihnen im Paradies zu sein.
Wahrlich, das aufrichtige Ausführen der guten Taten ist eine Ehre für den Ausführenden und dadurch steigt seinen Rang.
Allâhu Ta^âlâ sagt über den Rang Seines Gesandten ﷺ in der Sûrah asch-Scharh, Âyah 4:
﴿وَرَفَعْنا لَكَ ذِكْرَك﴾
Aus dieser Âyah entnimmt man, dass der Prophet Muhammad eine Auszeichnung erhielt, welche ist, dass bei der Erwähnung des Namen Gottes, auch der Name des Propheten ﷺ erwähnt wird.
Der Rechtschaffene ist derjenige, der sich den von Gott auferlegten Gesetzen fügt und somit die Pflichten verrichtet und die Sünden unterlässt. Wenn dieser Mensch stirbt, wird er weder im Grab noch im Jenseits bestraft werden. Den höchsten Rang unter den Geschöpfen haben die Propheten. Diesen Rang übertreffen weder die Engel noch die Heiligen, gleich wie viele gute Taten sie auch verrichten. Abû Bakr erreichte nicht den Rang von ^Îsâ oder Mûsâ, wie auch ^Umar Ibn al-Khattâb, ^Uthmân und ^Aliyy nicht den Rang eines Propheten erreicht haben, wie sehr sie sich auch in der Verrichtung der guten Taten anstrengten. Man erreicht das Prophetentum nicht durch Anstrengung. Allâhu Ta^âlâ wählte die Propheten als Verkünder froher Botschaft und Überbringer von Warnungen aus. Über den hohen Rang des Propheten Mûsâ sagt Allâh im Qur‘ân in der Sûrah al-´Ahzâb, Âyah 69:
﴿وَكَانَ عِندَ ٱللَّهِ وَجِيها ٦٩﴾
Die Bedeutung lautet: Der Prophet Mûsâ hat einen hohen Rang bei Allâh.
Erstaunlich ist, was einige, die sich fälschlicherweise zum Sufismus bekennen, über den Propheten Mûsâ behaupten. Sie sagen: Als Mûsâ einen räudigen Hund sah, soll Allâh ihn gefragt haben: Glaubst du, dass du besser als dieser räudige Hund bist? Mûsâ soll daraufhin erwidert haben: Nein. Allâh soll daraufhin gesagt haben: Hättest du mit ‚ja‘ geantwortet, so hätte ich dich aus dem Kreis der Propheten genommen. Würde etwa jemand, der seinen Verstand benutzt, solch eine Lüge über einen geehrten Propheten erzählen, über den Allâh im edlen Qur’ân sagt:
﴿وَكَانَ عِندَ ٱللَّهِ وَجِيها ٦٩﴾
Die Bedeutung lautet: Der Prophet Mûsâ hat einen hohen Rang bei Allâh.
Der Zustand dieser Lügenerzähler ähnelt dem Zustand derjenigen, zu denen die Thora gesandt wurde, die Thora jedoch nicht akzeptiert und deshalb keinen Nutzen aus ihr gezogen haben. Sie gleichen dem Esel, welcher Bücher trägt. Aber hat er etwa Nutzen von ihnen?
Die Rechtschaffenen lügen weder über Allâh noch über die Propheten. Sie verfälschen nicht den Qur’ân. Wie erreicht man einen hohen Rang bei Allâh? Das Steigen des Ranges eines Menschen geschieht durch die Gehorsamkeit Gott gegenüber. Für den Rang bei Allâh ist nicht ausschlaggebend, wie schön ein Mensch ist, wie voll seine Tasche ist oder wie hoch sein Ansehen ist. Um bei Allâh einen hohen Rang zu erlangen, ist ebenfalls nicht ausschlaggebend, wie vermögend man ist. Wahrlich, einen hohen Rang bei Allâh erlangt man durch das Befolgen der islamischen Gesetzgebung, durch das Befolgen des Qur’ân und indem man den Menschen nutzt und auf die Bedürfnisse der Armen, Schwachen, Witwen und Obdachlosen eingeht. Diejenigen, die Allâh liebt sind die Propheten und diejenigen, die ihnen auf vollkommene Weise gefolgt sind. Einen hohen Rang bei Allâh erreicht man nicht durch das Vermögen. Der Imâm Muslim überliefert, dass eine Muslimin aus der Nachkommenschaft des Propheten Ya^qûb, – die verbotenem Geschlechtsverkehr (az-Zinâ) nachging – einen durstigen Hund sah, der um einen Brunnen herum lief. Sie nahm ihren Schuh, schöpfte aus dem Brunnen Wasser und gab es dem Hund zu trinken. Aufgrund dieser Tat vergab Allâh dieser Frau. Wieso vernachlässigen es dann einige Menschen, die Bedürftigen zu unterstützen? Den weinenden Kindern, den Witwen in Not und den Männern zu helfen, die aufgrund ihrer Armut weinen?
Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-‘Anbiyâ‘, Âyah 51 über den Propheten Ibrâhîm:
﴿وَلَقَدۡ ءَاتَيۡنَآ إِبۡرَٰهِيمَ رُشۡدَهُۥ مِن قَبۡلُ وَكُنَّا بِهِۦ عَٰلِمِينَ ٥١﴾
Die Bedeutung lautet: Allâh gab dem Propheten Ibrâhîm die Rechtleitung
– schon bevor er das Prophetentum erhielt – und Allâh ist über ihn wissend.
Der Prophet Ibrâhîm rief sein Volk auf, einzig und allein Allâh anzubeten und die Anbetung der Statuen zu unterlassen. Jene, die seinem Aufruf nicht folgten, forderten die Verbrennung von Ibrâhîm. Allâhu Ta^âlâ schützte Seinen Propheten, so wie es aus der Sûrah al-´Anbiyâ‘, Âyah 69 hervorgeht:
﴿قُلۡنَا يَٰنَارُ كُونِي بَرۡدا وَسَلَٰمًا عَلَىٰٓ إِبۡرَٰهِيمَ ٦٩﴾
Die Bedeutung lautet: Allâh befahl dem Feuer, schützend und kalt zu Ibrâhîm zu sein.
Der Prophet Nûh, der einen hohen Rang bei Allâh hat, rief sein Volk 950 Jahre lang zum Islam auf. Eines Tages gingen einige aus seinem Volk an ihm vorbei, als er im heutigen Irak vor der Sintflut sein Schiff baute. Sie schlugen ihn, bis er ohnmächtig wurde. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-‘Anbiyâ‘, Âyah 76:
﴿وَنُوحًا إِذۡ نَادَىٰ مِن قَبۡلُ فَٱسۡتَجَبۡنَا لَهُۥ فَنَجَّيۡنَٰهُ وَأَهۡلَهُۥ مِنَ ٱلۡكَرۡبِ ٱلۡعَظِيمِ ٧٦﴾
Die Bedeutung lautet: Der Prophet Nûh sprach vor der Sintflut Bittgebete zu Allâh, woraufhin Allâh ihn und seine gläubigen Angehörigen aus ihrer schwierigen Lage befreite.
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