Kategorie-Archiv: ISLAMISCHE WISSEN

Einige Gesetzregelungen hinsichtlich des Fastens

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Derjenige, Der keine Gestalt, keine Form und keine Glieder hat. Derjenige, Der kein Körper ist und keine Maße hat. Derjenige, Der ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. As-Salâtu und as-Salâmu für dich, o Gesandter von Allâh, und alle anderen Propheten.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Verehrte Brüder im Islam, wir befinden uns noch im Monat Scha^bân, jedoch wird schon bald der Monat Ramadân beginnen. In dieser zweiten Hälfte von Scha^bân, in der wir uns gerade befinden, sind einige Muslime damit beschäftigt, die Fastentage nachzuholen, die sie aus entschuldbaren oder unentschuldbaren Gründen nicht gefastet hatten. Andere Muslime sind damit beschäftigt, weitere gute Taten zu verrichten, wie das Fasten in der zweiten Hälfte des Monats Scha^bân, nachdem sie den 15. Schâ^bân gefastet haben und die zweite Hälfte nun angehängt und aufeinanderfolgend fasten. Wiederum andere gehen ihrer Gewohnheit nach und fasten montags und donnerstags. Die verantwortliche Person ist verpflichtet, die gute Tat auf die Weise zu verrichten, wie sie Gültigkeit hat. Also hat sie zu lernen, wie sie Gültigkeit hat, indem sie die Hauptbestandteile und Voraussetzungen dieser guten Tat lernt, damit sie sie so verrichtet, wie Allâh es befohlen hat und das unterlässt, was sie ungültig macht.

Brüder im Islam, hört von mir die nun folgenden Gesetzesregelungen des Fastens.

Bruder im Islam, wenn du Pflichtfasten willst, dann fasse in der Nacht die Absicht, aufgrund der jeweiligen Pflicht, zu fasten – die Nacht ist zwischen dem Sonnenuntergang und der Morgendämmerung. Wenn du aber empfohlen fastest, dann darfst du in der Nacht aber auch am Morgen die Absicht fassen, solange du an diesem Morgen nichts getan hast, was zur Ungültigkeit des Fastens führt.

Bruder im Islam, damit dein Fasten Gültigkeit hat, hast du alles zu unterlassen, was zur Ungültigkeit des Fastens führt. Somit unterlässt du es, alles, was ein Volumen hat, in das Innere des Körpers einzuführen, wie z. B. Essen, Trinken und das Rauchen von Zigarette und Wasserpfeife. Du hast auch den Geschlechtsverkehr, die Masturbation und das absichtliche Erbrechen zu unterlassen – von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Denn das Fasten der Person, die etwas vom Erwähnten begeht, wird ungültig, wenn sie wissend über das Verbot ist, es absichtlich begeht und sich dabei an das Fasten erinnert. Das Fasten der Person, die den ganzen Tag über – von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang – ohnmächtig ist sowie das Fasten der Person, die geistesgestört wird, sei es auch nur für einen Moment, wird ungültig.

Bruder im Islam, nehme dich in allen Situationen vor der Abtrünnigkeit, d. h. vor dem Abbruch des Islam, in Acht, dadurch wird das Fasten auch ungültig. Die Abtrünnigkeit bedeutet den Abbruch des Islam, wie durch den Glauben an etwas, was der Bedeutung des Glaubensbekenntnisses widerspricht oder durch solch eine Aussage, oder durch eine Aussage, die die Verachtung Gottes, der Âyât, der Himmlischen Bücher, der Propheten oder der islamischen Gesetze beinhaltet oder durch eine Handlung, die auf die Verachtung der Religion hindeutet.

Bruder im Islam, wisse, dass die Person, die einen Tag von Ramadân – ohne entschuldbaren Grund – nicht fastet, eine große Sünde damit begeht und verpflichtet ist, diesen Tag sofort nach dem Festtag nachzuholen. Derjenige, der das Fasten eines Tages von Ramadân – ohne entschuldbaren Grund – mit Geschlechtsverkehr unterbricht, begeht eine große Sünde, ist verpflichtet, sofort nachzuholen und die Kaffârah auszuführen. Die Ausführung der Kaffârah geschieht, indem er einen Sklaven in Freiheit setzt. Wenn man dazu nicht in der Lage ist, dann fastet man zwei aufeinanderfolgende Monate und wenn man dazu nicht in der Lage ist, dann gibt man Nahrung an 60 Bedürftige ab.

Einige Gesetzregelungen hinsichtlich des Fastens weiterlesen →

Die Aufforderung zum Vermehren der guten Taten am 15. des Monats Scha^bân

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Derjenige, Der keine Gestalt, keine Form und keine Glieder hat. Derjenige, Der kein Körper ist und keine Maße hat. Derjenige, Der ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. As-Salâtu und as-Salâmu für dich, o Gesandter von Allâh, und alle anderen Propheten.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit. Seid Ihm gegenüber rechtschaffen und sterbt als Muslime. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-Hadjdj, Âyah 77:

﴿يَٰأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ ٱركَعُواْ وَٱسجُدُواْۤ وَٱعبُدُواْ رَبَّكُم وَٱفعَلُواْ ٱلخَيرَ لَعَلَّكُم تُفلِحُونَ﴾

Die Bedeutung lautet: O ihr Gläubigen, verbeugt euch im Gebet und werft euch darin nieder und führt weitere Taten der Gehorsamkeit aus, auf dass ihr belohnt werdet.

So befahl unser Schöpfer den Gläubigen, die beste Tat nach dem Glauben auszuführen, nämlich das Gebet, welches Verbeugung und Niederwerfung beinhaltet. Er forderte sie auf, auch die anderen guten Taten auszuführen, um Belohnung zu erhalten. Er befahl ihnen, gute Taten auszuführen, auf dass sie im Jenseits zu den Gewinnern gehören. Allâh, der Erhabene, bescherte Seinen gläubigen Dienern, aus Gnade ihnen gegenüber, viele Möglichkeiten, Gutes zu verrichten. Er gab uns gesegnete Zeiten, sodass der Muslim dadurch noch mehr im Jenseits profitieren kann. Wir stehen vor einer gesegneten und geehrten Nacht. Sie ist die 15. Nacht des Monats Scha^bân. Der Prophet Muhammad ﷺ sagte:

إِذَا كَانَتْ لَيْلَةُ النِّصْفِ مِنْ شَعْبَانَ فَقُومُوا لَيْلَهَا وَصُومُوا نَهَارَهَا[1]

Die Bedeutung lautet: Wenn die 15. Nacht von Scha^bân eintritt, dann verbringt sie mit Gebeten und fastet den darauffolgenden Tag.

Darin steckt die Aufforderung, den überwiegenden Teil dieser Nacht mit Gebeten, Qur’ân-Rezitation oder Bittgebeten zu verbringen. Gewiss, das Sprechen von Bittgebeten inmitten der Nacht ist eine besondere religiöse Handlung und ist behaftet an eine große Wahrscheinlichkeit, dass sie in Erfüllung gehen. Al-Bayhaqiyy überlieferte, dass der Gesandte Gottes ﷺ, bezüglich der Bittgebete in jener Nacht, sagte:

فَإِنَّ اللهَ تعالَى يَقُولُ أَلَا مِنْ مُسْتَغْفِرٍ فَأَغْفِرَ لَهُ أَلَا مِنْ مُسْتَرْزِقٍ فَأَرْزُقَهُ أَلَا مِنْ سَائِلٍ فَأُعْطِيَهُ أَلَا كَذَا أَلَا كَذَا حَتَّى يَطْلُعَ الفَجْرُ

Die Bedeutung lautet: Allâhu Ta^âlâ sagt: Wer um Vergebung bittet, dem vergebe Ich; wer um Versorgung bittet, dem beschere Ich Versorgung; wer um etwas bittet, dem gebe Ich; usw., usw. bis zum Aufkommen der Morgendämmerung.
Die Aufforderung zum Vermehren der guten Taten am 15. des Monats Scha^bân weiterlesen →

Die Warnung vor dem Beschimpfen Gottes

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah Al-Balad, Âyah 8 und 9:

﴿أَلَمْ نَجْعَلْ لَهُ عَيْنَيْنِ 8 وَلِسَانًا وَشَفَتَيْنِ 9﴾

Die Bedeutung lautet: Hat Allâh ihm nicht zwei Augen gegeben, sowie eine Zunge und zwei Lippen.

In diesen Âyât wurden die Gaben Gottes, die Er dem Menschen bescherte, erwähnt: Die Augen, mit denen der Mensch das Sichtbare sieht; die Zunge, mit der der Mensch zum Ausdruck bringt, was sich in seinem Herzen befindet; zwei Lippen, die die Zähne bedecken und als Hilfsmittel für die richtige Aussprache sowie zum Essen, Trinken und Pusten dienen.

In der Âyah 10 aus derselben Sûrah sagt Allâhu Ta^âlâ:

﴿وهدَيْنَاهُ النَّجْدَيْنَ 10﴾

Die Bedeutung lautet: Und ließ Allâh ihn nicht den nützlichen Weg und den schädlichen Weg erkennen. D. h. den Weg, der in das Paradies führt und den Weg, der in die Hölle führt.

Es wurde gesagt, dass diese Âyât in Bezug auf al-Walîd Ibn al-Mughîrah offenbart wurden. Er war einer der Nichtgläubigen aus dem Stamm der Quraysch, der Gott, Denjenigen, Der ihm diese Gaben bescherte, verleugnete.

Die Warnung vor dem Beschimpfen Gottes weiterlesen →

Die Himmelfahrt (al-Mi^râdj)

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Derjenige, Der keine Gestalt, keine Form und keine Glieder hat. Derjenige, Der kein Körper ist und keine Maße hat. Derjenige, Der ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. As-Salâtu und as-Salâmu für dich, o Gesandter von Allâh, und alle anderen Propheten.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Brüder im Islam, wir befinden uns noch immer im Monat Radjab, dem Monat der Nachtreise und Himmelfahrt. Am vergangenen Freitag sprachen wir bereits über die Nachtreise und über einiges dessen, was der Gesandte Gottes ﷺ während seiner Nachtreise nach al-Quds gesehen hat. Wir haben auch bereits erwähnt, dass die Nachtreise eindeutig im Qur´ân erwähnt wurde, sodass derjenige, der die Nachtreise leugnet, den Qur´ân verleugnet. Die Himmelfahrt wurde aber nicht eindeutig im Qur´ân erwähnt, jedoch wurde diesbezüglich etwas darin erwähnt, was deutlich darauf hinweist. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah an-Nadjm, Âyah 11-14:

﴿مَا كَذَبَ الْفُؤَادُ مَا رَأَى 11 أَفَتُمَارُونَهُ عَلَى مَا يَرَى 12 وَلَقَدْ رَآهُ نَزْلَةً أُخْرَى 13 عِنْدَ سِدْرَةِ الْمُنْتَهَى 14﴾

Die Bedeutung lautet: Er ist wahrhaftig in dem, was er sah; wollt ihr etwa verleugnen, was er gesehen hat? Er (Muhammad) sah den Engel Djibrîl in seiner wahren Gestalt beim al-Muntahâ-Baum.

Die islamischen Gelehrten sagten: Die Person, die die Himmelfahrt leugnet, weil sie unwissend darüber ist, dass sie im Islam verankert ist, begeht keinen Unglauben damit, sondern eine Sünde. Denn im Gegensatz zur Nachtreise wurde die Himmelfahrt im Qur´ân nicht eindeutig erwähnt. Wer aber die Himmelfahrt aus Hartnäckigkeit verleugnet, gehört nicht zu den Muslimen. Möge Allâh uns davor schützen, etwas zu begehen, was der Religion widerspricht.

Nachdem der Gesandte Gottes ﷺals Vorbeter mit allen Propheten in der Aqsâ-Moschee betete, wurde er zum Himmel hinaufgeführt. Djibrîl wollte, dass das Tor des ersten Himmels geöffnet wird und wurde dann gefragt: „Wer bist du?” Er sagte: „Djibrîl“. Dann wurde er gefragt: „Wer ist mit dir?“ Er sagte: „Muhammad“. Darauf wurde er gefragt: „Ist es schon so weit, dass er zum Himmel herauf steigt?“ Der Engel Djibrîl sagte: „Es ist soweit.“

Die Himmelfahrt (al-Mi^râdj) weiterlesen →