Kategorie-Archiv: ISLAMISCHE WISSEN

Die Qadr-Nacht

Lob gebührt Allâh. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad sowie seinen Âl und seinen Gefährten einen höheren Rang. Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿إِنَّا أَنزَلنَٰهُ فِي لَيلَةِ ٱلقَدرِ ١﴾

Die Bedeutung lautet: Wahrlich, in der Qadr-Nacht wurde der gesamte Qur´ân in den ersten Himmel herabgesandt.

Wir haben die letzten zehn Tage des gesegneten Monats Ramadân erreicht und uns werden somit die Besonderheiten und der Segen, die diese Tage mit sich bringen, zuteil. Der Prophet Muhammad ﷺ verbrachte die letzten zehn Tage von Ramadân mit dem Aufenthalt in der Moschee und in nächtlichen Gebeten. Allâh zeichnete den Monat Ramadân mit Besonderheiten aus. In diesem Monat wurde der Qur’ân zum Propheten Muhammad, der wahre Indjîl zum Propheten ^Îsâ, Sohn von Maryam, und die Thora zum Propheten Mûsâ herabgesandt.

Dem Engel Djibrîl wurde befohlen, in der Qadr-Nacht den gesamten Qur´ân von der wohlverwahrten Tafel zu entnehmen und mit ihm an den Ort, welcher Baytu l-^Izzah genannt wird und sich im ersten Himmel befindet, hinabzusteigen. Dieses geschah zur damaligen Zeit in der 24. Nacht von Ramadân.

Der Qur´ân wurde in einer gesegneten Nacht herabgesandt, so wie es aus der Sûrah ad-Dukhân, Âyah 3 hervorgeht:

﴿إِنَّا أَنزَلنَٰهُ فِي لَيلَة مُّبَٰرَكَةٍ إِنَّا كُنَّا مُنذِرِينَ ٣﴾

Die Bedeutung lautet: Allâh sandte den Qur´ân in einer gesegneten Nacht herab.

Die Qadr-Nacht weiterlesen

Die Erklärung der Arten des Unglaubens

Lob gebührt Allâh. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad sowie seinen Âl und seinen Gefährten einen höheren Rang. Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Âyah 74 der Sûrah at-Tawbah:

﴿يَحْلِفُونَ بِاللهِ مَا قَالُوا وَلَقَدْ قَالُوا كَلِمَةَ الكُفْرِ وَكَفَرُوا بَعْدَ إِسْلامِهِمْ﴾

Die Bedeutung lautet: Sie schwören bei Allâh, dass sie es nicht gesagt haben, doch sprachen sie Unglauben aus und sind abtrünnig geworden, nachdem sie Muslime waren.

Diese Âyah nahmen die Gelehrten als Beweis dafür, dass eine Art des Unglaubens „der gesagte Unglaube“ genannt wird. Diese wird mit der Zunge ausgeführt und ist die meist verbreitete Gruppe des Unglaubens. Dazu gehört das Beschimpfen Gottes, das Beschimpfen eines Propheten, das Beschimpfen eines Engels, das Verachten des Gebetes, des Fastens, des Qur´ân oder der islamischen Gesetze. Wenn eine Person so etwas aussprechen würde, so wäre sie aus dem Islam ausgetreten, gleich ob sie es ernsthaft, scherzhaft, aus Wut oder nicht aus Wut sagen würde. Diese Zustände sind keine Entschuldigung dafür. Allâhu Ta^âlâ sagt in den Âyât 65-66 der Sûrah at-Tawbah:

﴿وَلَئِنْ سَأَلْتَهُمْ لَيَقُولُنَّ إِنَّمَا كُنَّا نَخُوضُ وَنَلْعَبُ قُلْ أَبِاللهِ وَءَايَاتِهِ ورَسُولِهِ كُنْتُمْ تَسْتَهْزِءُونَ لا تَعْتَذِرُوا قَدْ كَفَرْتُمْ بَعدَ إِيمانِكُمْ﴾

Die Bedeutung lautet: Und wenn du (Muhammad) sie fragst, so antworten sie: „Wir haben nur gescherzt.“ So sag ihnen (Muhammad): „Ihr habt euch über Gott, den Qur´ân und über den Gesandten Gottes lustig gemacht. Eure Entschuldigung ist ungültig, ihr seid abtrünnig geworden, nachdem ihr gläubig wart.“

Die Erklärung der Arten des Unglaubens weiterlesen

Der gesegnete Monat Ramadân

Lob gebührt Allâh. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad sowie seinen Âl und seinen Gefährten einen höheren Rang. Sodann, Diener Gottes, seid rechtschaffen und lobt Allâh dafür, dass Er euch den Monat Ramadân hat erleben lassen; und bittet Ihn um Kraft, damit ihr diesen segensreichen Monat mittels des Gottesgehorsams nutzen könnt. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-Baqarah, Âyah 185, über den Monat Ramadân:

﴿شَهرُ رَمَضَانَ ٱلَّذِي أُنزِلَ فِيهِ ٱلقُرءَانُ هُدى لِّلنَّاسِ وَبَيِّنَٰت مِّنَ ٱلهُدَىٰ وَٱلفُرقَانِ فَمَن شَهِدَ مِنكُمُ ٱلشَّهرَ فَليَصُمهُ وَمَن كَانَ مَرِيضًا أَو عَلَىٰ سَفَر فَعِدَّة مِّن أَيَّامٍ أُخَرَ يُرِيدُ ٱللَّهُ بِكُمُ ٱليُسرَ وَلَا يُرِيدُ بِكُمُ ٱلعُسرَ وَلِتُكمِلُواْ ٱلعِدَّةَ وَلِتُكَبِّرُواْ ٱللَّهَ عَلَىٰ مَا هَدَىٰكُم وَلَعَلَّكُم تَشكُرُونَ ١٨٥﴾

Der Monat Ramadân ist der Monat, in dem der gesamte Qur’ân zur Rechtleitung und zur Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht herabgesandt wurde (von der wohlverwahrten Tafel in den ersten Himmel). Die Person, die in diesem Monat lebt, muss fasten. Und wer krank oder auf Reise ist, holt das Fasten an anderen Tagen nach. Allâh liebt für euch die Erleichterung; Er liebt nicht die Erschwernis für euch, damit ihr die Anzahl vollendet sowie Allâh lobt und Ihm dankt für das, was Er euch beschert hat, auf dass ihr dankbar sein möget.

Zu den Besonderheiten des Monats Ramadân gehört, dass der edle Qur´ân in so einem Monat von der wohlverwahrten Tafel in das ^Izzah-Haus im ersten Himmel herabgesandt wurde; dies geschah in einer Qadr-Nacht.

Der Gesandte Gottes rezitierte den edlen Qur´ân im Monat Ramadân mehr als in anderen Monaten, was auch zur Gewohnheit seiner Gefährten und der Muslime nach ihnen geworden ist; somit ist Ramadân der Monat des Qur´ân.

Der gesegnete Monat Ramadân weiterlesen

Die Gesetzesregelungen des Fastens

Lob gebührt Allâh. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad sowie seinen Âl und seinen Gefährten einen höheren Rang. Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-Baqarah, Âyah 183:

﴿يٰأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ كُتِبَ عَلَيكُمُ ٱلصِّيَامُ كَمَا كُتِبَ عَلَى ٱلَّذِينَ مِن قَبلِكُم لَعَلَّكُم تَتَّقُونَ ١٨٣﴾

Die Bedeutung lautet: O ihr Gläubigen, euch wurde das Fasten auferlegt, wie es denjenigen vor euch auferlegt war.

Das Fasten im gesegneten Monat Ramadân ist eine großartige Tat und eine Pflicht, die im Qur’ân, der Sunnah und der Übereinstimmung der Glehrten erwiesen ist. Es ist allgemein bekannt – sowohl bei den Gelehrten als auch bei den Unwissenden -, dass diese Pflicht zur Religion gehört. Derjenige, der diese Pflicht verleugnet, tritt aus dem Islam heraus. Es sei denn, er gehört zu jenen, die erst kürzlich in den Islam eingetreten sind oder die fern von den Wissenden leben und noch nie von dieser Pflicht gehört haben. Derjenige jedoch, der sein Fasten im Monat Ramadân ohne islamisch-rechtlich entschuldbaren Grund bricht, dessen Pflicht er nicht leugnet, tritt nicht aus dem Islam aus. Aber er begeht damit eine Sünde und ist verpflichtet, die Tage, an denen er das Fasten unterbrochen hat, nachzuholen.

Die Gesetzesregelungen des Fastens weiterlesen