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Die Standhaftigkeit im Verrichten der guten Taten sowie in der Reue und der Teilnahme am islamischen Religionsunterricht nach dem Monat Ramadân

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht, Derjenige, Der keine Gestalt, keine Form und keine Glieder hat, Derjenige, Der kein Körper ist und keine Maße hat, Derjenige, Der ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. As-Salâtu was-Salâmu für dich, o Gesandter von Allâh, und für alle anderen Propheten.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah at-Tahrîm, Âyah 8:

﴿يَٰأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ تُوبُواْ إِلَى ٱللَّهِ تَوبَة نَّصُوحًا عَسَىٰ رَبُّكُم أَن يُكَفِّرَ عَنكُم سَيِّ‍ئاتِكُم وَيُدخِلَكُم جَنَّٰت تَجرِي مِن تَحتِهَا ٱلأَنهَٰرُ يَومَ لَا يُخزِي ٱللَّهُ ٱلنَّبِيَّ وَٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ مَعَهُۥۖ نُورُهُم يَسعَىٰ بَينَ أَيدِيهِم وَبِأَيمَٰنِهِم يَقُولُونَ رَبَّنَا أَتمِم لَنَا نُورَنَا وَٱغفِر لَنَا إِنَّكَ عَلَىٰ كُلِّ شَيء قَدِير ٨﴾

Die Bedeutung lautet: O ihr Gläubigen, bereut für Allâh eure Sünden in der Hoffnung, dass Allâh euch eure Sünden vergibt und euch in das Paradies, in dem Flüsse fließen, eintreten lässt.

Brüder im Islam, wir haben uns vom geehrten Monat Ramadân, dem Monat des Segens, der Reue und der guten Taten verabschiedet. Bleibt standhaft im Vollzug der Reue und im Verrichten der guten Taten auch nach dem Monat Ramadân – dem Monat, in dem die Reue und die guten Taten vermehrt werden.

Wie schön deine Standhaftigkeit ist, o Thâbit! Über Thâbit al-Bunâniyy, der zu den Tâbi^ûn gehörte, ein großer Gelehrter seiner Zeit war und nach seinem Wissen handelte, wurde überliefert, dass er jeden Tag und jede Nacht aus dem edlen Qur’ân rezitierte und das ganze Jahr über fastete. Er sagte, dass er 40 Jahre lang betete und dadurch viele Gaben erhielt. Über denjenigen, der ihn begraben hat, wurde überliefert, dass er sagte: Bei Allâh, dem Einzigen, wir sind in sein Grab hinuntergestiegen; als wir die Steinplatten platziert haben, ist eine Platte ins Grab hineingefallen. Als ichhinunterstieg, um sie zu holen, sah ich, wie er in seinem Grab betete. Ich sagte zu demjenigen, der mit mir war: „Siehst du es?“ Er sagte: „Schweig!“ Nachdem wir das Grab zugeschüttet und uns entfernt hatten, suchten wir seine Tochter auf und fragten sie, was Thâbit zu Lebzeiten tat. Sie fragte uns: „Was habt ihr gesehen?“ Wir berichteten ihr, was wir gesehen hatten. Daraufhin sagte sie: „Er betete 50 Jahre lang in der Nacht und am Morgen sprach er folgendes Bittgebet: O Allâh, wenn Du es jemandem ermöglicht hast, in seinem Grab zu beten, so ermögliche mir dieses auch. Allâh hat ihm dieses Bittgebet nicht verweigert. Diese Aussage wurde von Abû Nu^aym in seinem Werk „Hilyatu l-´Awliyâ‘“ überliefert.

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Ansprache zum Fastenbrechenfest 1442 n. H. – 2021 r.

Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar,

Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar, Allâhu ´Akbar

Lob gebührt Allâh, dem über die Eigenschaften der Geschöpfe Erhabenen. Es gibt keinen Gott außer Allâh. Ihn einzig und allein beten wir aufrichtig an und wir gesellen Ihm keinen Teilhaber bei.

Lob gebührt Allâh, dem Schöpfer des Universums. As-Salâtu und as-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad und alle anderen Gesandten und Propheten. Möge die Liebe Gottes den Ehefrauen des Propheten ﷺ sowie den muslimischen Verwandten des Propheten, den rechtschaffenen Kalifen Abû Bakr, ^Umar, ^Uthmân und ^Aliyy, den rechtgeleiteten Gelehrten Abû Hanîfah, Mâlik, asch-Schâfi^iyy und Ahmad und den Heiligen (Awliyâ´) zuteilwerden.

Sodann Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen, auf. So verrichtet die Pflichten und unterlasst die Sünden.

Diener Gottes, wisset, dass der heutige Tag ein großartiger Tag und gesegneter Festtag ist, worüber Imâm al-Bukhâriyy und andere überlieferten, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

لِكُلِّ قَوْمٍ عِيدٌ وَهذَا عيدُنا اﻫ

Die Bedeutung lautet: „Jedes Volk hat ein Fest und dieses ist unser Fest.“

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Die Aufforderung zum Aufrechterhalten der verwandtschaftlichen Beziehungen und die Warnung vor dessen Abbruch

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah an-Nisâ‘, Âyah 1

﴿يَٰأَيُّهَا ٱلنَّاسُ ٱتَّقُواْ رَبَّكُمُ ٱلَّذِي خَلَقَكُم مِّن نَّفس وَٰحِدَة وَخَلَقَ مِنهَا زَوجَهَا وَبَثَّ مِنهُمَا رِجَالا كَثِيرا وَنِسَاء وَٱتَّقُواْ ٱللَّهَ ٱلَّذِي تَسَاءَلُونَ بِهِۦ وَٱلأَرحَامَ إِنَّ ٱللَّهَ كَانَ عَلَيكُم رَقِيبا ١﴾

Die Bedeutung lautet: O ihr Menschen, fürchtet euren Schöpfer, Der euch aus einem einzigen Menschen erschuf; und aus ihm erschuf Er die Ehefrau für diesen Menschen; und aus ihnen ließ er viele Männer und Frauen entstehen. Fürchtet Allâh, mit Dessen Namen ihr voneinander verlangt und fürchtet euch davor, die verwandtschaftlichen Beziehungen abzubrechen. Wahrlich, Allâh hat das vollkommene Wissen über euch.

‘Fürchtet euren Schöpfer’ bedeutet, seid Gott gegenüber gehorsam, indem ihr die Pflichten verrichtet und die Sünden unterlasst, denn ein Gewinner wird derjenige sein, der sich bezwingt, das Verbotene zu unterlassen. Derjenige, der so handelt, schützt sich selbst. Derjenige aber, der im Begehen der Sünden verharrt, erniedrigt sich selbst und verdient die Strafe Gottes.

Liebe Brüder im Islam, verrichtet Gutes und wehe euch, den Sünden zu verfallen. Der Diener Gottes wird am Tag des Jüngsten Gerichts in seinem Buch festgehalten sehen, was er auf dieser Welt getan hat. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-´Isrâ‘, Âyah 36:

﴿إِنَّ ٱلسَّمعَ وَٱلبَصَرَ وَٱلفُؤَادَ كُلُّ أُوْلَٰئِكَ كَانَ عَنهُ مَس‍ُئولا ٣٦﴾

Die Bedeutung lautet: Der Mensch trägt eine Verantwortung für sein Hören, sein Sehen und sein Herz.

Sogar den verbotenen Blick wird derjenige, der ihn begeht, niedergeschrieben sehen. Diener Gottes, fürchtet Allâh; habt Angst vor dem Tag, über den ihr glaubt, dass er zweifellos geschehen wird und bereitet euch auf das vor, was nach dem Tod ist. Derjenige, dessen Selbst (an-Nafs) dazu auffordert, Verbotenes zu begehen, soll zu seinem Selbst sagen: „Ich will das Paradies für dich; ich will für dich die unendliche Glückseligkeit; o Selbst, führe mich nicht zum Höllenfeuer.“ Dadurch, dass man sich selbst zur Rechenschaft zieht, hat man Kontrolle über seine Körperteile, sodass man sich daran hält, nicht in Sünden zu fallen, und sich daran hält, Gutes zu verrichten und deswegen auf der Welt und im Jenseits zu den Glücklichen gehört.

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Die Warnung vor dem Beschimpfen Gottes

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah Al-Balad, Âyah 8 und 9:

﴿أَلَمْ نَجْعَلْ لَهُ عَيْنَيْنِ 8 وَلِسَانًا وَشَفَتَيْنِ 9﴾

Die Bedeutung lautet: Hat Allâh ihm nicht zwei Augen gegeben, sowie eine Zunge und zwei Lippen.

In diesen Âyât wurden die Gaben Gottes, die Er dem Menschen bescherte, erwähnt: Die Augen, mit denen der Mensch das Sichtbare sieht; die Zunge, mit der der Mensch zum Ausdruck bringt, was sich in seinem Herzen befindet; zwei Lippen, die die Zähne bedecken und als Hilfsmittel für die richtige Aussprache sowie zum Essen, Trinken und Pusten dienen.

In der Âyah 10 aus derselben Sûrah sagt Allâhu Ta^âlâ:

﴿وهدَيْنَاهُ النَّجْدَيْنَ 10﴾

Die Bedeutung lautet: Und ließ Allâh ihn nicht den nützlichen Weg und den schädlichen Weg erkennen. D. h. den Weg, der in das Paradies führt und den Weg, der in die Hölle führt.

Es wurde gesagt, dass diese Âyât in Bezug auf al-Walîd Ibn al-Mughîrah offenbart wurden. Er war einer der Nichtgläubigen aus dem Stamm der Quraysch, der Gott, Denjenigen, Der ihm diese Gaben bescherte, verleugnete.

Brüder im Islam, die Zunge ist eine besondere Gabe, wofür wir verpflichtet sind, Allâh zu danken. Allâh dafür zu danken kommt dadurch zustande, dass man sie nicht für das Verbotene gebraucht. Unter den Menschen gibt es viele, die damit nicht den pflichtigen Dank verrichten, sondern mit ihren Zungen das aussprechen, was sie nicht sagen dürfen. Zu diesen Sünden – verehrte Brüder im Islam – gehört das Lügen, das unrechtmäßige Beschimpfen des Muslims, die üble Nachrede (al-Ghîbah), das Zwietracht stiften (an-Namîmah), das Anzetteln von Schaden zwischen den Gläubigen, das verbale Verletzen der Gläubigen und andere Sünden der Zunge.

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