Lob gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.
Sodann, Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-An^âm, Âyât 102-103:
﴿ذَٰلِكُمُ ٱللَّهُ رَبُّكُمۡۖ لَآ إِلَٰهَ إِلَّا هُوَۖ خَٰلِقُ كُلِّ شَيۡءٖ فَٱعۡبُدُوهُۚ وَهُوَ عَلَىٰ كُلِّ شَيۡءٖ وَكِيل ١٠٢ ﴾
Die Bedeutung lautet: Er ist Allâh – euer Schöpfer. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge; so betet nur Ihn an. Seiner Allmacht unterliegt alles.
Brüder im Islam, möge Gott euch gnädig sein, wisst, dass wir verpflichtet sind, Gott, Der uns erschaffen und uns viele Gaben beschert hat, anzubeten und nicht zu verleugnen, Ihm gegenüber gehorsam zu sein und keine Sünden zu begehen, Ihm zu danken und Ihm nicht zu widersprechen;
Jeder von uns hat viele Gottesgaben, sei es an sich selbst, in der Familie oder in Form von Eigentum und Besitz. Somit solltest du Gott danken und Ihn fürchten und dich auf den Tag vorbereiten, an dem du zur Rechenschaft gezogen wirst, sogar für einen Tintentropfen, falls du diesen für etwas Verbotenes verwendet haben solltest – wie ist es dann mit den vielen weiteren Gaben, falls du sie für die Sünden gebraucht haben solltest?
Der Vernünftige ist derjenige, der Gott gegenüber gehorsam ist, die Sünden unterlässt und sich am meisten vor der schlimmsten Sünde – dem Unglauben – hütet. Viele Menschen behaupten, Gott zu lieben und zu ehren, jedoch sind sie in Wirklichkeit keine Muslime und sind sich dessen nicht einmal bewusst. Anstatt die Plagen standhaft zu ertragen, verlassen sie den Islam, treten aus dem Licht heraus und in die Finsternis ein, wie z. B. diejenigen, die Allâh verfluchen, Ihn verhöhnen, gegen Ihn protestieren oder etwas sagen, dass die Bedeutung hat, Allâh hätte ein Kind oder eine Frau. Dies führt zum Austritt aus dem Islam.
Jeder soll wissen, dass es Verachtung Gottes ist, Ihn mit Eigenschaften der Geschöpfe zu beschreiben oder Ihm einen Aufenthalt an einem Ort oder in einer Richtung zuzuschreiben. Jede Aussage, Handlung oder Glaubensweise, die auf die Verachtung Gottes oder Seiner Engel oder Seiner Bücher oder Seiner Propheten oder Seiner Versprechungen, wie z. B. auf das Paradies und die Belohnung, oder Seiner Warnungen, wie z. B. auf die Qual und die Bestrafung, hinweist, ist Unglaube, wie z. B. die Aussage derjenigen, die die Bestrafung in der Hölle verharmlosen, indem sie sagen „Wir werden uns darin wärmen“. Dies führt aus dem Islam heraus.
Jeder Mensch muss sich so sehr er kann davor hüten, denn die einzige Sünde, die Allâh demjenigen, der stirbt, ohne sie bereut zu haben, nie vergibt, ist der Unglaube – möge Allâh uns davor bewahren. Daher muss derjenige, der in den Unglauben gefallen ist, sofort durch das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses in den Islam zurückkehren.
Und derjenige, der in irgendeiner Weise Unglauben begangen hat, muss sofort Reue zeigen, indem er durch das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses und die Unterlassung dessen, was zum Unglauben führte, zum Islam zurückkehrt. Zudem ist er verpflichtet, sich in seinem Herzen zu entschließen, so etwas nie wieder zu begehen und das zu bedauern, was er getan hat.
Es genügt nicht, um Vergebung zu bitten, bevor er zum Islam durch die Unterlassung des Unglaubens und das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses zurückkehrt. Sollte er vor der Rückkehr zum Islam Allâh um Vergebung bitten, dann würde er seinen Unglauben damit vermehren; Es wäre wie wenn er sagen würde: „O Allâh, Du hast gesagt, dass Du den Ungläubigen nicht vergibst, trotzdem bitte ich Dich, Dir Selbst zu widersprechen und mir zu vergeben.“ Dies steht im Widerspruch zum Qur´ân, d. h. es ist Unglaube und Irreführung, so seid davor gewarnt, denn Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah an-Nisâ‘, Âyah 168:
﴿إِنَّ ٱلَّذِينَ كَفَرُواْ وَظَلَمُواْ لَمۡ يَكُنِ ٱللَّهُ لِيَغۡفِرَ لَهُمۡ وَلَا لِيَهۡدِيَهُمۡ طَرِيقًا ١٦٨﴾
Die Bedeutung ist: Denjenigen, die Unglaube begangen und weiteres Unrecht getan haben, wird Allâh nicht vergeben und Er wird sie nicht rechtleiten.
Dies dazu und ich bitte Allâh für euch und mich um Vergebung.
Die zweite Ansprache
Lob gebührt Allâh, dem über die Eigenschaften der Geschöpfe Erhabenen. Es gibt keinen Gott außer Allâh. Ihn einzig und allein beten wir aufrichtig an und wir gesellen Ihm keinen Teilhaber bei.
Lob gebührt Allâh, dem Schöpfer des Universums. As-Salâtu und as-Salâmu für unseren geehrten Propheten Muhammad und alle anderen Gesandten und Propheten. Möge die Liebe Gottes den Ehefrauen des Propheten ﷺ, sowie den muslimischen Verwandten des Propheten, den rechtschaffenen Kalifen Abû Bakr, ^Umar, ^Uthmân und ^Aliyy, den rechtgeleiteten Gelehrten Abû Hanîfah, Mâlik, asch-Schâfi^iyy und Ahmad und den Heiligen (Awliyâ´) zuteilwerden.
Sodann Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen.
Und wisst, dass Allâh euch zu etwas Wichtigem aufforderte. Er hat euch dazu aufgefordert, as-Salâtu was-Salâm für den Propheten auszusprechen.
Allâh, der Erhabene, sagt in der Sûrah al-´Ahzâb, Âyah 56:
﴿إِنَّ ٱللَّهَ وَمَلَٰٓئِكَتَهُۥ يُصَلُّونَ عَلَى ٱلنَّبِيِّۚ يَٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ صَلُّواْ عَلَيۡهِ وَسَلِّمُواْ تَسۡلِيمًا٥٦﴾
O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden. Allâh, der Erhabene, sagt im heiligen Qur´ân:
﴿يَٰٓأَيُّهَا ٱلنَّاسُ ٱتَّقُواْ رَبَّكُمۡۚ إِنَّ زَلۡزَلَةَ ٱلسَّاعَةِ شَيۡءٌ عَظِيمٞ ١ يَوۡمَ تَرَوۡنَهَا تَذۡهَلُ كُلُّ مُرۡضِعَةٍ عَمَّآ أَرۡضَعَتۡ وَتَضَعُ كُلُّ ذَاتِ حَمۡلٍ حَمۡلَهَا وَتَرَى ٱلنَّاسَ سُكَٰرَىٰ وَمَا هُم بِسُكَٰرَىٰ وَلَٰكِنَّ عَذَابَ ٱللَّهِ شَدِيدٞ ٢﴾
Die Bedeutung lautet: O ihr Menschen, seid von den Rechtschaffenen. Gewiss, am Tag des Jüngsten Gerichts werden gewaltige Ereignisse geschehen. An jenem Tag würde jede stillende Mutter ihren Säugling vergessen, jede Schwangere würde verlieren, was sie trägt und die Menschen werden für betrunken gehalten, obwohl sie es nicht sind, doch die Bestrafung Gottes ist sehr hart.
O Allâh, wir bitten Dich, unser Bittgebet zu erfüllen, uns unsere Sünden und Fehler zu vergeben, uns zu den Rechtgeleiteten gehören zu lassen und nicht zu denjenigen, die in die Irre gegangen sind. O Allâh, wir bitten Dich, unsere Sorgen und unseren Kummer von uns zu nehmen und uns vor dem zu schützen, was wir befürchten.
Diener Gottes, Allâh fordert zur Gerechtigkeit, zu gutem Verhalten und zur Aufrechterhaltung der verwandtschaftlichen Beziehungen auf und Er verbietet die Schandtaten, das Schlechte und die Ungerechtigkeit. Dies ist eine Ermahnung, auf dass ihr nachdenken möget. Verrichtet die Pflichten und unterlasst die Sünden, bittet Gott um Vergebung und vertraut auf Gott, seid rechtschaffen und Er wird eure Sorgen und Bedrängnis von euch nehmen. Aqimi s-Salâh! (Sag die Iqâmah auf)